Gravur – entscheidend für das spätere Druckergebnis
Gravur – abgestimmt auf Prozess und Anwendung
Jede Gravur wird im Zusammenhang mit dem späteren Einsatz betrachtet.
Dabei werden u. a. berücksichtigt:
- Druckverfahren
- Material und Farbverhalten
- gewünschte Rasterstruktur
- Anforderungen an das Druckbild
Ziel ist eine Gravur, die im realen Druckprozess funktioniert – nicht nur theoretisch korrekt
ist.
Unsere Gravur-Leistungen im Überblick
Mechanische Gravur – direkte Bearbeitung der Kupferschicht
Bei der mechanischen Gravur wird das Motiv direkt in die Kupferschicht eingebracht.
- Einsatz diamantbesetzter Werkzeuge
- kontrollierte Erzeugung von Näpfchen bzw. Strukturen
- reproduzierbare Ergebnisse
Dieses Verfahren eignet sich besonders für:
- gleichmäßige Rasterflächen
- technische Anwendungen
- industrielle Serienproduktionen
Laser-Ätz-Verfahren – indirekte Strukturübertragung
Wir setzen bewusst nicht auf direkte Lasergravur.
Stattdessen verwenden wir das Laser-Ätz-Verfahren:
- Belichtung einer beschichteten Oberfläche
- anschließende chemische Entwicklung
- Übertragung der Struktur in die Kupferschicht
Das Verfahren eignet sich für:
- detailreiche Motive
- feine Strukturen
- weiche Übergänge und Verläufe
Auswahl des Gravurverfahrens
Die Wahl des Verfahrens erfolgt nicht pauschal, sondern anwendungsbezogen.
Entscheidend sind:
- Motivstruktur
- gewünschte Detailtiefe
- technische Anforderungen des Druckprozesses
In bestimmten Fällen können auch Kombinationen sinnvoll sein.
Raster und Strukturgestaltung
Die Gravur bestimmt die spätere Farbübertragung.
Wir arbeiten mit unterschiedlichen:
- Rastergrößen
- Linienführungen
- Strukturvarianten
Diese werden auf Maschine, Prozess und Anwendung abgestimmt.
Messung und Dokumentation
Für definierte Anwendungen werden Gravurdaten erfasst und dokumentiert.
Dazu gehören z. B.:
- Gravurtiefe
- Strukturparameter
- reproduzierbare Einstellungen
Diese Daten ermöglichen eine nachvollziehbare Qualitätssicherung.
Aufarbeitung und Neu-Gravur
Bereits verwendete Zylinder können erneut bearbeitet werden.
Typische Schritte:
- Entfernen vorhandener Schichten
- Neuaufbau der Oberfläche
- erneute Gravur
Ob eine Aufarbeitung sinnvoll ist, wird im Einzelfall geprüft.
Technische Eigenschaften der Gravur
Je nach Verfahren ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten:
- mechanische Gravur: definierte, reproduzierbare Strukturen
- Laser-Ätz-Verfahren: höhere Detailauflösung und feinere Übergänge
Die erreichbare Gravurtiefe liegt – abhängig vom Verfahren – im Mikrometerbereich.
Qualität und Wiederholgenauigkeit
Die Gravur muss über Serien hinweg reproduzierbar sein.
Dafür werden:
- Maschinen kalibriert
- Prozesse standardisiert
- Ergebnisse geprüft
So entstehen Gravuren, die im Druckprozess konstant funktionieren.
Ihre Vorteile mit unserer Gravur
Ihre Anfrage – Gravur nach Anforderung
Sie benötigen eine Gravur für einen neuen oder bestehenden Zylinder?
Dann senden Sie uns Ihre Anforderungen oder Daten.
Wir prüfen das Projekt und wählen das passende Verfahren.
Häufige Fragen zur Gravur
Was ist der Unterschied zwischen mechanischer Gravur und Laser-Ätz-Verfahren?
Bei der mechanischen Gravur wird die Struktur direkt in die Oberfläche eingebracht. Beim Laser-Ätz-Verfahren erfolgt zunächst eine Belichtung, anschließend wird die Struktur chemisch entwickelt.
Wird Lasergravur eingesetzt?
Nein. Es wird ausschließlich das Laser-Ätz-Verfahren verwendet.
Welche Gravurtiefen sind möglich?
Die Gravurtiefe hängt vom Verfahren und der Anwendung ab und liegt im Mikrometerbereich.
Welche Gravur eignet sich für feine Strukturen?
Für sehr feine Details wird das Laser-Ätz-Verfahren eingesetzt.
Sind kombinierte Gravuren möglich?
Ja, abhängig von Anwendung und Anforderungen.
Kann ein Zylinder neu graviert werden?
Ja. Bestehende Zylinder können aufbereitet und erneut graviert werden, sofern dies technisch sinnvoll ist.